Ab 01.07.2019: Neue Pfändungstabelle

Die neuen Freibeträge liegen vor: Nicht unerhebliche Erhöhung

 NEU  Ab 1. Juli 2019 werden die Pfändungsfreigrenzen nicht unerheblich steigen. Die neuen Pfändungsfreigrenzen wurden inzwischen im Bundesgesetzblatt (BGBl. Teil I Nr. 12 v. 11.04.19, S. 443ff.) veröffentlicht. Zuletzt waren die Pfändungsfreigrenzen zum 1. Juli 2017 erhöht worden.

die neue Pfändungstabelle können Sie hier sehen:

Damit steigt ab 1. Juli 2019 der monatlich unpfändbare Grundbetrag auf 1.178,59 € (bisher: 1.133,80 €). Dieser Betrag erhöht sich, wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, für die erste Unterhaltspflicht auf monatlich 443,57 € (bisher: 426,71 €) und auf jeweils weitere 247,12 (bisher 237,73 €) für die zweite bis fünfte Unterhaltspflicht.

Folgen für das P-Konto: Auch hier steigen natürlich die Freibeträge (und zwar grundsätzlich automatisch). Der einfache Grundfreibetrag beträgt ab 01.07.2019 (ohne Unterhaltspflichten, Kindergeld usw.) 1.178,59 Euro. Bei einer Unterhaltspflicht beträgt der Freibetrag (mit Bescheinigung, ohne Kindergeld) dann 1.622,16 € (vorher 1.560,51 Euro). Ein Beispiel dafür, wie die neue Bescheinigung für eine Unterhaltspflicht mit Kindergeld aussieht, haben wir nachfolgend angefügt: PDF.

Hintergrund: Die Freibeträge und damit die Pfändungstabelle werden immer in den ungeraden Jahren überprüft und gegebenenfalls geändert. Dies hat in den Jahren ab 2011 stets zu einer Erhöhung der Freibeträge geführt. Durch die Änderung der Grundfreibeträge ändert sich der Betrag, der von einem Einkommen pfändbar ist. Wie viel beim jeweiligen Nettoeinkommen einer Person genau pfändbar ist, ergibt sich aus der Pfändungstabelle. Zur näheren Darlegung der Pfändungsberechnung möchten wir auf unsere spezielleren Artikel hinweisen.

Übrigens erhöht sich ab 01.07.2019 auch das Kindergeld wie folgt: 204 € (1. und 2. Kind ), 210 € (3. Kind), 235 € (ab dem 4. Kind)!