Unverbrauchtes Guthaben auf dem P-Konto in den nächsten Monat hinübernehmen

Was wird mit dem geschützten Guthaben im nächsten Monat? Und im übernächsten? Stand 2015

FragenbuchFrage: “Ich habe eine kleine Rente von 750,00 Euro. Da ich eine Pfändung laufen habe, bin ich unsicher, ob ich evtl. nicht verbrauchte kleine Summen auf dem Konto lassen kann bis zur Pfändungsfreigrenze?”

Antwort: Rechtlich ist es so: Belassen Sie von dem durch das P-Konto geschützten Betrag des ersten Monats etwas auf dem Konto, wird es im zweiten Monat nicht beachtet, steht Ihnen da also weiter voll zur Verfügung. Ist es aber im dritten Monat immer noch drauf, ist es voll pfändbar. Das ist  geregelt im “P-Konto-Paragraphen” § 850k Abs. 1 ZPO (Zivilprozessordnung).

Technisch sieht das so aus: Sie lassen im ersten Monat – beispielsweise – 25 Euro Ihres geschützten Betrages stehen → kein Problem bis zum Ende des zweiten Monats. Sie lassen diesen Betrag darüber hinaus auch im zweiten Monat stehen (nehmen ihn also in den dritten) → der Betrag ist nicht mehr geschützt und wird abgeführt, obwohl er ausschließlich aus geschütztem Geld bestand. Wie bei vielen Regelungen, die Schuldner betreffen, ist die Angst, dass es Schuldnern zu gut gehen könnte so groß, dass man unbedingt verhindern wollte, dass man sich etwas auf dem Konto aus seinen geschützten Beträgen erspart. Es ist besser, Sie fragen nicht weiter, es ist einfach so. Sie sehen daran gut, wer letztlich den treibenden Einfluss bei der Gestaltung solcher Gesetze ausübt. Denn das ist im Grunde ja widersprüchlich: Selbst ALG-2 wird unter der Prämisse bemessen, dass man hiervon kleine Rücklagen bildet.

Jetzt aber die alles entscheidende Frage: Wenn Sie beispielsweise im ersten Monat von Ihrem geschützten Geld 25 Euro drauf lassen und im zweiten wieder 25 Euro aus dem zweiten Monat, wer kann dann denn im dritten Monat wissen, ob die 25 Euro aus dem ersten oder dem zweiten Monat sind?

So unlösbar das Problem erscheint, diese Frage ist geklärt und es ist eigentlich so logisch wie einfach: Nehmen Sie aus dem ersten Monat etwas in den zweiten hinüber, werden Ausgaben im zweiten Monat (Überweisungen, Abhebungen) zuerst auf den Übernahmebetrag verrechnet. Im dritten Monat kommt also nie etwas an, wenn Sie im zweiten Monat mindestens das ausgeben, was Sie vom ersten Monat mit hinüber genommen haben. Sie könnten also – vorausgesetzt, sie verbrauchen im Folgemonat immer mindestens den Betrag, den Sie aus dem Vormonat mit hinüber genommen haben – in jedem Monat eine Summe bis zur Höhe des Freibetrags des P-Kontos stehen lassen (also ohne Unterhaltsverpflichtungen über 1.000 Euro). Und zwar, das ist der Clou, auf unbeschränkte Zeit. Denn technisch gesehen, sind das keine Ersparnisse, sondern jeden Monat neu lediglich Übernahmebeträge aus dem jeweiligen Vormonat.

 

Aber Achtung!
So wie es hier steht, ist es zwar rechtlich korrekt. Nur: Nicht alle Banken machen das richtig. Aktuell bekannt sind zum Beispiel Fälle bei bei der Commerzbank, wo tatsächlich nur geschaut wird, ob zwei Monate hintereinander ein Übernahmebetrag da war und wo dann eben Übernahmebeträge einbehalten werden, obwohl sie in Wirklichkeit aus dem zweiten Monat stammen. Um sicher zu gehen, sollte man daher im Zweifelsfall immer schauen, dass man so schnell wie möglich das Konto leer bekommt.

 

Wichtiger Hinweis
Sie können wie bei allen Artikeln unserer Seite, hier einen Kommentar mit einer Frage hinterlassen, die wir dann selbstverständlich auch beantworten werden. Beachten Sie aber bitte, dass das Thema dieses Artikels ausschließlich Übernahmebeträge sind. Übernahmebeträge sind solche, die im Eingangsmonat vom P-Konto geschützt waren. Geht es hingegen um die Beträge, die den Freibetrag übersteigen, handelt es sich um sogenannte Moratoriumsbeträge bzw. Moratoriumsüberträge. Letztere sind nicht Thema dieses Artikels. Wenn Sie hierzu eine Frage stellen wollen, tun Sie dies bitte unter einem Artikel, der sich mit dieser Thematik beschäftigt. Das Problem wird dargestellt an folgender Stelle:  P-Konto: Fragen und Antworten aus der Praxis (dort unter Ziffer 16)
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263 Comments

  1. WICHTIGE ERGÄNZUNG / ZUSATZINFO ZU KOMMENTAR/FRAGE VOM 20.07.19 9.14 UHR Bei dem einmaligen Zahlungseingang im Mai in Höhe von den 4098,71
    auf MEIN Konto handelt es um ein erstattetes Steuerguthaben FA einer Bekannten ( es ist nachweislich ihr Geld. Angabe des Empfängers-sie- bei der Gutschrift auf meinem Konto ) Ist es wichtig warum es bei mir gelandet ist? Vielleicht eher weniger. Der Gesamtbetrag, der ihr zusteht sollte ihr von mir in Stufen des monatlichen Freibetrages erstattet werden…… Das war der Plan… Siehe nun meinen ersten Post. Können Gläubiger überhaupt darauf zurückgreifen!!


    ANTWORT: Von wem oder für wen das Geld auf Ihr Konto gelangt, ist hier völlig irrelevant. In diesem Fall ist es so, dass Ihre Bekannte einfach Pech hat, wenn deren Geld auf Ihr gepfändetes Konto geht. Denn indem dieses Geld auf Ihrem Konto eingeht, wird es banktechnisch zu Ihrem Geld. Nur Sie haben einen Anspruch auf Auszahlung gegenüber der Bank, nicht aber dritte Personen. Ihre Bekannte hat keine Rechte an dem Guthaben (es sei denn, sie pfändet), sondern nur einen allgemeinen Zahlungsanspruch gegen Sie als Person. Wenn nun die Gläubiger auf dem Konto durch Pfändung verhindern, dass Sie diese Zahlung an die dritte Person leisten können, dann können Sie den Anspruch Ihrer Bekannten auf Zahlung einfach nur nicht erfüllen. Damit haben Sie einen weiteren Gläubiger, der notfalls gegen Sie pfänden muss. Nehmen wir also an, Ihre Bekannte tut dies und pfändet ebenfalls das Konto, wird sie erst an Geld kommen, wenn alle vor ihr befindlichen Gläubiger befriedigt sind. Hier gilt der Grundsatz, dass zuerst mahlt, wer zuerst da ist.

  2. Guten Tag für Sie bestimmt ganz einfach, für mich sehr schwierig zu verstehen. Hier nun der Sachverhalt. P-Konto mit 1179,00 Freibetrag und KEIN monatlich wiederkehrender Eingang. Einmaliger Zahlungseingang am 20.05.2019 von 4098,71 Abgehobener Betrag am 20.05.2019 von 400,00 Abgehobener Betrag am 05.06.2019 von 1000,00 Kontostand am 18.07.2019 von ca. 2500,00 Aktuell verfügbarer Betrag von ca. 10,00, also nicht der monatliche Freibetrag von 1179,00. Ist das korrekt so? Ist der Betrag von ca. 2500,00 somit an die Gläubiger auszuschütten? Ich bedanke mich im Voraus.


    ANTWORT: Wenn lediglich im Mai 4.098,71 € eingegangen sind, erhalten Sie (sofern es sich um ein P-Konto handelt) den Ihnen zustehenden Freibetrag im Mai. So wie Sie es schreiben, sind dass das 1.178,59 € (ich nehme an, gemeint ist 1.133,80 €, da der neue Freibetrag erst seit Juli gilt). Der Rest wird als Moratoriumsbetrag behandelt. Hier muss man allerdings noch berücksichtigen, dass der Moratoriumsbetrag für den Folgemonat nur in Höhe des Freibetrags des Folgemonats wirksam sein kann. D. h. von den restlichen Beträgen, die die Bank im Eingangsmonat zurückbehalten hat erhalten Sie im Folgemonat (Juni) nochmals Ihren Freibetrag (1.133,80) der Rest ist generell nicht mehr geschützt und auch nicht nutzbar (unabhängig davon, dass Sie kein neues Einkommen in den Folgemonaten mehr auf dem Konto hatten). Nach Ablauf der 4 Wochen Frist wird daher die Bank den Restbetrag an den Gläubiger abführen.

  3. Kurze frage,
    Die schuld beträgt 346 Euro aufs konto kommen 3000 lohn. Bin 700 über dem freibetrag. Wird dann 346 euro abgezogen oder die 700 was ich drüber bin??? Und wann wird die Differenz wieder zurück gezahlt???
    Bin bei Commerzbank.


    ANTWORT: ich muss leider jetzt hier die Notbremse ziehen. Ich habe bisher immer wieder darauf hingewiesen, dass der nun wirklich unmöglich zu übersehende rote Kasten am Ende des Artikels vermerkt, dass es hier nicht (!) um Moratoriumsbeträge geht. Ich werde jetzt hier deshalb definitv keine Fragen mehr zu Moratoriumsbeträgen beantworten; ich vermute nämlich, dass mein Anliegen, hier nur Fragen zum Thema dieses Artikels zu beantworten, einfach nicht ernst genommen wird. Es tut mir sehr leid, dass es Sie jetzt trifft, aber anders geht es offenbar nicht mehr. Suchen Sie gern einen passenden Artikel, dann beantworte ich Ihre Frage hierzu sehr gern.

  4. Guten Tag. Ich Blicke da auch nicht mehr durch :( und zwar am 4. 6 habe ich mein Gehalt von aushilfsjob bekommen(400). Danach am 13.6 1000 900 Euro von meinem Arbeitgeber und am 25.6 vorzahlung 1000 Euro für den nächsten Monat. Und jetzt sind über 900 Euro bei mir auf dem Konto eingefrohren weil ich 900 über den Betrag war. Kann ich das jetzt in neuen Monat abheben oder ist es jetzt komplett weg.?? 450 davon sind speasen.. Also Verpflegung was nicht gepfändet werden darf


    ANTWORT: also, so ganz verstehe ich nicht, worin die Schwierigkeit liegt. Wenn Sie durch die Eingänge im laufenden Kalendermonat Ihren Freibetrag übersteigen, behält die Bank alles darüber hinausgehende ein. Das dürfte klar sein, denn dafür gibt es ja den Freibetrag auf dem Konto. Wenn Sie diesen Freibetrag nicht erhöhen können (durch Bescheinigung aufgrund von Unterhaltspflichten oder durch gerichtliche Beschlüsse) handelt es sich bei den einbehaltenen Beträgen um Moratoriumsbeträge. Um die geht es aber hier nicht. Übernahmebeträge sind nur diejenigen, die im Eingangsmonats bereits verfügbar waren, aber nicht ausgegeben wurden. Moratoriumsbeträge hingegen sind diejenigen, mit denen man im Eingangsmonat den Freibetrag überstiegen hat. Bitte lesen Sie in dem roten Kasten am Ende des Artikels, dort finden Sie einen Link bei dem Sie dann alles Notwendige über Moratoriumsbeträge nachlesen können.

  5. Hallo ich habe ein p-konto habe am 30.05 meinen Lohn komplett von der Bank abgehoben. Jetzt am 30.06. will ich meinen nächsten Lohn abheben. Wenn Geld Ende eines Monats eingeht und ich das im selbigen Monat noch abheben zählt es dann für z.B. Juni oder schon für Juli


    ANTWORT: grundsätzlich ist beides möglich. Nach dem reinen Gesetzestext kommt es immer darauf an, wann die Eingänge erfolgt sind. Kommt also der Eingang am Ende des Monats, zählt er immer noch als Eingang im betreffenden Monat. Es gibt aber eine Rechtsprechung, die Einkommenseingänge am Ende des Monats als Eingang des Folgemonats behandeln will.

  6. Hallo,ich hab ein P-Konto bei der Commerzbank und auf dem Sonderkonto ist noch Guthaben drauf,wo ich nicht rüber verfügen kann und es wurde auch noch nicht an die Gläubiger überwiesen.Wie lange bleibt es da drauf oder wie komme ich da ran? Ich bekomme Geld vom Amt und Rentenstelle


    ANTWORT: ich weiß nicht, was das für ein Sonderkonto ist. Aber ich vermute einmal, dass das die Stelle ist, an der die Bank die ungeschützten Eingänge ausgelagert hat. Dabei handelt es sich dann um Moratoriumsbeträge. Bitte lesen Sie hierzu im roten Kasten am Ende des Artikels. Sie finden dort einen Link auf einen Artikel, der sich u.a. mit Moratoriumsbeträgen beschäftigt.

  7. Tach und zwar Hab ich Ende Mai vom Jobcenter Geld bekommen. Und hab jetzt noch knapp 40 Euro aufm Konto was für Strom ist. Aber dadurch das es Komplikationen gab würde es erst Ende Juni eventuell erst abgebucht. Und dadurch das ich seit Anfang diesen Monat Arbeiten gehe ist da die Ungewissheit ob die knapp 40 Euro angerechnet werden


    ANTWORT: wenn es sich um einen Übernahmebetrag handelt, spricht gegen das Vorhalten auf dem Konto bis in den nächsten Monat hinein nichts. Ist es hingegen Moratoriumsbetrag, hat es mit dem Thema des Artikels nichts zu tun (siehe roter Kasten am Ende des Artikels). Leider kann ich hier das P-Konto nicht neu erklären, Sie können aber gern unseren speziellen Artikel dazu durchlesen. Ich denke, dass Sie dort auf jeden Fall auch die Antwort auf Ihre Frage finden. Falls nicht, können Sie dort gern noch mal nachfragen: P-Konto: Fragen und Antworten aus der Praxis

  8. Hallo, wie verhält es sich mit der Berechnung der zwei, bzw. drei Monate? Geht es hierbei um die Zähling der Monate ( April, Mai, Juni ) oder ist das greifbar in wochen? Wenn man als Beamter am letzten Werktag des Monats ( 30.4. ) sein Gehalt ( für den Monat Mai ) aufs Konto bekommt, im Mai aber nicht über alles sofort verfügt und noch etwas in den Juni übertragen wird, darf die Bank das Geld dann einbehalten?


    ANTWORT: entscheidend ist beim Konto grundsätzlich der Eingang. Wenn das Geld also Ende des Monats April eingeht, dann ist es regelmäßig so, dass die Bank es auch als Eingang des Monats April behandelt. Dies würde dann bedeuten, dass die Beträge noch den gesamten Mai zur Verfügung stehen und mit den sonstigen Eingängen im Mai auch nicht zusammengerechnet werden. Das ist die klassische Form eines Übernahmebetrags. Nach einer missverständlichen Rechtsprechung des BGH soll es aber auch möglich sein, die am Ende des Monats eingehenden Einkommen als Einkommen des Folgemonats zu behandeln. Das machen aber Banken in der Regel von sich aus nicht, weil es zu kompliziert ist. Sollten es Übernahmebeträge sein, so können Sie im Mai, der hier kurz nach dem Eingang beginnt, den Gesamtbetrag in Höhe Ihres Freibetrags auf dem P-Konto ausgeben und haben zusätzlich noch Zugriff auf die Eingänge, die dann wieder am Ende des Monats eingehen (ebenfalls in Höhe des Freibetrags), denn in dieser Konstruktion sind die am 31. April eingegangenen Beträge eben Eingänge des Aprils. Sollte es so sein, wie ich hier vermute (also Übernahmebeträge aus April) dann müssen Sie immer im Folgemonat mindestens so viel verbrauchen, wie am Ende des Monats vom Vormonat noch als Übernahmebetrag auf dem Konto verblieben ist. Ansonsten haben Sie tatsächlich das Problem, dass im 3. Monat (in Tagen gerechnet ist es dann aber schon nur etwas weniger als ein Monat) den Rest an den Gläubiger verlieren. Das wird immer monatsbezogen und nicht nach Wochen oder Tagen berechnet. In Ihrem Falle beginnt der 3. Monat nicht etwa erst am 30. Juni, sondern bereits am 1. Juni.

  9. Hallo,

    Es ist so, ich habe am 28. April für März und April Gehalt bekommen. 2641€, Ende April habe ich noch Geld abgehoben und im Mai auch (bis zur Freigrenze) Jetzt am 1.6.2019 kann ich über kein Geld verfügen. Am 28.5 habe nur die Different an Gehalt bekommen, der noch gefehlt hat. Kann es sein, dass mein restliches Geld was ich noch auf dem Konto für Juni habe (700€) weg ist, und ich im.Juni über keinerlei Geld verfügen kann?

    MfG


    ANTWORT: ich kann Ihnen nicht viel dazu sagen, weil ich nicht weiß, welche Unterhaltspflichten Sie haben, wie hoch also der Freibetrag auf Ihrem Konto insgesamt ist, ich weiß auch nicht, was von Ihrem Einkommen genau pfändbar ist. Das Ganze lässt sich daher hier nur pauschal beantworten. Generell kann ich nur sagen, dass der Teil des Einkommens aus dem April, der im April auf dem P-Konto freigestellt war, ohne Anrechnung auf die im Mai eingehenden Gelder im gesamten Mai noch voll zur Verfügung steht. Das sind die sogenannten Übernahmebeträge, um die es in dem obigen Artikel geht. Der Teil, der im April nicht freigestellt war (der also nicht vom P-Konto im April geschützt und deshalb von der Bank im April einbehalten wurde) stellt hingegen einen sog. Moratoriumsbetrag dar und wird (maximal in Höhe des Freibetrags auf dem Konto) im Folgemonat ausgezahlt. Soweit es Übernahmebeträge sind, sind sie im 3. Monat vollständig pfändbar, von April ausgesehen also im Juni. Das geschieht aber nur, wenn man im Mai weniger ausgegeben hat, als man als Übernahmebetrag aus dem April in den Mai mit hinüber genommen hat. Bei Moratoriumsbeträgen hingegen ist das anders. Dort ist es so, dass der Betrag im nächsten Monat ausgezahlt wird, dann aber immer auch mit den originären Eingängen des Folgemonats zusammengerechnet wird. Soweit man mit dieser Summe über den Freibetrag kommt, erfolgt die Einbehaltung erneut und im nächsten Monat geht die Sache von vorne los. Hierum geht es allerdings in obigen Artikel nicht. Auch an Sie die Bitte, den roten Kasten am Ende des Artikels zu lesen, dort finden Sie einen Link zu einem Artikel, der sich hiermit beschäftigt.

  10. Ich verstehe das p-Konto auch nicht Ich bekomme von Jobcenter 1500 Euro un auf p-Konto wird 1133 wo bleibt den Rest vom das geld


    ANTWORT: das P-Konto schützt nicht die unpfändbaren Einkommensbeträge von sich aus, sondern nur einen Teil davon, nämlich die Grundfreibeträge. In der Praxis äußert sich das dadurch, dass auch unpfändbares Einkommen von der Bank teilweise einbehalten werden kann. Die Bank nämlich prüft nur, ob man mit dem Eingang den Freibetrag auf dem Konto übersteigt. Ist das der Fall, behält sie den Teil ein, mit dem dieser Freibetrag überstiegen wird (natürlich nur, wenn eine Pfändung vorliegt). Sie können nun mehrere Dinge tun, um an Ihr gesamtes unpfändbares Einkommen zu gelangen: Sie können (was am schnellsten geht) den Freibetrag aufgrund von Unterhaltspflichten erhöhen. Das kann jede Schuldnerberatung machen, Voraussetzung ist natürlich, dass Sie Unterhaltspflichten haben. Reicht das immer noch nicht aus, um den unpfändbaren Teil des Einkommens zu sichern, können Sie einen Antrag gemäß § 850k Abs. 4 ZPO stellen. So ganz passt Ihre Frage leider nicht zu dem Artikel hier, denn hier geht es um Übernahmebeträge. Es handelt sich in Ihrem Fall aber um Moratoriumsbeträge. Bitte lesen Sie den roten Kasten am Ende des Artikels, dort finden Sie einen Verweis, unter dem Sie das nachlesen können.

  11. Hallo, ich durchsuche das Internet jetzt schon seit einigen Tagen nach einer unmissverständlichenen Antwort für folgende Situation. Ich vermute, dass auch viele andere Hilfesuchende Schwierigkeiten haben Überträge aus vorigen Monaten richtig zu berechnen, bzw. diese rechtzeitig dem Konto zu entziehen. Meine Kontoumsätze meines P-Kontos waren seit März wie folgt:

    Guthaben

    05.03. Gutschrift Bundesagentur fur Arbeit +545,76 /+2022,59
    05.03. Gutschrift Bundesagentur fur Arbeit +155,93/ +2178,52
    29.03. Gutschrift Bundesagentur fur Arbeit +579,93/ +1670,07
    01.05. Kontostand …………………………………………. +1292,00
    13.05. Kontostand ………………………………………… +1282,00
    13.05. Auskehrbuchung zur Pfandung ………. -688,50 / + 593,50

    Die letzte Gutschrift der Bundesagentur für Arbeite erfolgte am 29.03.2019. Seither sind keine weiteren Gutschriften erfolgt. War trotz des monatlichen Freibetrages von 1133,80 € die Auskehrbuchung durch die Bank rechtens, oder hätte sie nur den überstehenden Betrag (1282 €-1133,80 €=) von 148,20 € als Auskehrbuchung an den Gläubiger zur Pfändung freigegeben dürfen? Sämtliches hier aufgelistete Guthaben bestand aus u.a. Nach-/zahlungen von ALG II Grundsicherung. Sind diese Leistungen nicht immer, also auch Rückwirkend von Pfändung geschützt, oder müssen auch diese Beträge innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verbraucht, bzw. Dem P-Konto entzogen werden, um nicht als Auskehrbetrag zur Pfändung freigegeben zu werden?


    ANTWORT: obgleich ich nicht so ganz die Aufstellung verstehe (ich kann allerdings ohnehin keine Einzelfallprüfung hier vornehmen), scheint es mir so, dass das Problem bei Ihnen darin besteht, dass seit April keine Eingänge mehr auf dem Konto zu verzeichnen sind. Ich setze voraus, dass die zurückbehaltenen Beträge der Bank Moratoriumsbeträge sind. D. h. es betrifft ein Thema, das wiederum nicht zu diesem Artikel hier passt (siehe Hinweis im roten Kasten am Ende des Artikels). Denn wenn es Übernahmebeträge wären, dann hätten Sie diese in voller Höhe im April abheben können (der nicht ausgegebene Rest wäre dann aber tatsächlich im Mai weg). Sind es hingegen Moratoriumsbeträge, dann ist die Weiterverschiebung in die nächsten Monate faktisch unbeschränkt möglich, setzt aber voraus, dass in den nächsten Monaten auch Einkommen eingeht. Das ist aber spätestens im Mai nicht mehr erfolgt. Im April hätte man Ihnen allerdings noch das Moratorium in Höhe des Freibetrags auszahlen müssen. Möglicherweise habe ich Ihre Aufstellung oben auch falsch verstanden, denn mir ist nicht ganz klar, was Sie mit diesen beiden Zahlen sagen wollen. Was allerdings in jedem Falle zu beachten ist: bei dem P-Konto-Schutz kommt es nicht unmittelbar darauf an, ob Beträge pfändbar sind oder nicht. Der P-Konto-Schutz funktioniert unabhängig davon, ob die Beträge, die eingehen, streng genommen pfändbar sind oder nicht. Das bedeutet, dass man auf dem Konto selbst dann Geld verlieren kann, obgleich es sich im Grunde um unpfändbare Beträge handelt (umgekehrt schützt das P-Konto aber auch Eingänge, obwohl sie nun gerade nicht pfändungsgeschützt sind). ALG-2-Zahlungen sind ja seit 2016 wieder unpfändbar. Aber die Bank prüft das nicht. Die Bank schaut nur, ob Sie Ihren Freibetrag erreicht haben und behält immer Geld ein, wenn Sie diesen Freibetrag übersteigen. Um die Unpfändbarkeit dieser Beträge geltend zu machen, muss man einen Antrag auf Freigabe stellen. Ob das in Ihrem Falle jetzt noch möglich ist, kann ich natürlich nicht sagen. Aber grundsätzlich ist es möglich, solange die Abführung an den Gläubiger noch nicht erfolgt ist.

  12. Guten Tag,ich bekomme 1223,78 Euro Rente und habe ein Pfändungsschutzkonto. Der Freibetrag beträgt ca 1133 Euro. Es bleibt so noch ein Rest übrig. Nun meine Frage was passiert mit dem Rest und wer bekommt das Geld.Vielen Dank und freundliche Grüsse Sibylle


    ANTWORT: die Beträge, die über Ihrem Freibetrag liegen (>1133,80 €) behält die Bank ein und behandelt sie als sogenannte Moratoriumsbeträge. Moratoriumsbeträge werden als Einkommen des Folgemonats behandelt und im Folgemonat auch ausgezahlt. Sie erhalten also diesen übersteigenden Betrag zwar Anfang des nachfolgenden Monats, dann wird aber dieser Betrag wieder mit den im Folgemonat originär eingehenden Geldern zusammengerechnet. Das bedeutet, wenn dann die Rente im Folgemonat eingeht, wird davon wieder der Differenzbetrag einbehalten. So kann es endlos Monat für Monat weiter gehen. Bitte bedenken Sie: hier im Artikel ist von Übernahmebeträgen die Rede. Das ist etwas anderes! Bei Übernahmebeträgen geht es um die Gelder, die im Eingangsmonat schon freigestellt waren. Moratoriumsbeträge hingegen sind die, mit denen im Eingangsmonat der Freibetrag überstiegen wird, die also im Eingangsmonat nicht freigestellt sind. Wenn Sie hierzu etwas genauer nachlesen wollen, beachten Sie bitte den Hinweis im roten Kasten am Ende des Artikels.

  13. huhu,ich blick bei der p konto sache leider auch nicht ganz durch. also, wenn jetzt am 31.05. die leistung vom jobcenter eingeht, kann ganz normal am 01.06. darüber verfügt werden? also für miete zb.? was ich mich eigendlich frage ist, weil strom bei mir am 15. des monats raus geht u nach dem 20. des monats auch nochmal ein kleiner betrag via lastschrift. geht das normal raus?


    ANTWORT: es ist so, dass die Eingänge des Vormonats, die im Eingangsmonat nicht verbraucht werden auch noch im Folgemonat vollständig zur Verfügung stehen, ohne dass sie mit den Eingängen des Folgemonats zusammengerechnet werden. Voraussetzung ist lediglich, dass diese Gelder im Eingangsmonat (bei Ihnen also im Mai) den Freibetrag nicht überstiegen haben.

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